Gasumbau OHC 2.0l VV Vergaser im Transit MK3

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MatthiasTransit
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Re: Gasumbau OHC 2.0l VV Vergaser im Transit MK3

#11 Beitrag von MatthiasTransit » Mi Dez 12, 2018 2:15 pm

Es ist garnicht so leicht alles :-) Ich war jetzt bei 3 verschiedenen Dekra-Prüfstellen, da der erste Mensch sich wegen der Venturi-Anlage nicht getraut hat ("kommense Freitag wieder, da ist der Venturi Experte da"), beim zweiten passen wir nicht auf die Bühne ("ach is det der Transporter da? Ne, den krieg ich nich rein...") und der Dritte war dafür dann aber sehr freundlich :-)

GSP: Wir müssen noch ein paar Schellen nachsetzen. Die Gasleitung muss mit festen Schellen angebracht werden, wir hatten im Motorraum die bestehende Kabelführung genutzt. Gefahr des Durchreibens der Gasleitung an den "harten" Schellen.

HU: Leider ein paar Roststellen zuviel an der Karosserie. Tragende Teile top, Radkästen/Tür Flop :(

Somit jetzt mit ner guten Handvoll Schweißaufgaben wieder nach Haus, aber wir sollen wieder zum gleichen Prüfer, wenn wirs fertig haben. Er schreibt uns das GSP Gutachten schonmal und wir kriegens dann, wenn er zufrieden ist.

ricardo
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Re: Gasumbau OHC 2.0l VV Vergaser im Transit MK3

#12 Beitrag von ricardo » Mo Jan 07, 2019 7:00 pm

Kurz zur vervollständigung meine Daten zur Gasanlage:
FT100 kurzer Radstand einfachbereift mit englischer Achse: 75L Tank hinter der Achse, Befüllanschluss hab ich nach hinten raus an der Seite der Hängerkupplung befestigt. Verdampfer ist noch ein klassischer Landi Renzo SR81, technisch leider kein Wunderwerk. Starten im Sommer auf Gas ganz wunderbar, im Winter nicht so sehr. Ich habe bewusst resp. idealerweise geringsten Leistungsverlusten den Mischer im Durchlass recht groß gebaut, da reicht der Unterdruck im Einlass bei Anlasserdrehzahl nicht zum Ansprechen der Steuermembran im Verdampfer. Dafür hat der ja diesen Solenoiden auf der Rückseite der Membran. Muss man dann vmtl. mit dem Anlasserabgang für die Zündspule koppeln, dann ist ein Starten auf Gas sicher auch kein Problem.
Benzinverbrauch war immer 12,5L, auf Gas komme ich über mehrere 1000km inzwischen auf durchschnittlich 18L/100km.
Elektronik hat die Gasanlage noch nicht, wird sie auch nicht oder nur eingeschränkt erhalten resp. technischer Stand der 80er und entsprechender H-Abnahme. Radmuldentank ist bei einem Prüfer mit Verstand heutzutage auch bei H zulässig, da sämtliche Zylindertanks die ggfs. original unter dem FZG verbaut wurden nach der Druckbehälterverordnung vor 2012 abgelaufen sind. Nun würden sie es nicht mehr, aber den Ranz ohne Multiventil würde ich eh nicht fahren wollen. Ergo kann man aufgrund der verfügbaren Dimensionen der Zylindertanks (die Dinger gibts quasi nicht mit kleinem Außendurchmesser - also Unterbodentauglich) für einen Ersatz in form vom Ringtank statt Reserverad argumentieren. Schon allein desshalb, weil der Tank ein Verschleißprodukt und entsprechend stets auf dem Stand der Technik sein muss. Glücklicherweise verlangt ja bei H-Kennzeichen auch keiner, dass wir Reifen, die dem technischen Stand des Baujahres des FZG entsprechen fahren.

Spannend wäre noch, inwiefern man statt Venturi auch Sequenziell fahren kann, Baujahresbedingt könnte ich in meinen Transit an den 205er Sierramotor auch die Einspritzbrücke dranschrauben und bekäme sie abgenommen, die Frage ist dann nur, welche Gasanlage als authentisch für ein historisches FZG gelten könnte. Muss ich mal mit meinem Prüfer diskutieren.
Motorlauf auf Gas ist soweit gut (205er Sierramotor, hab den Kopf noch mit neuen Sitzringen an Einlass und Auslass ausgestattet (orig hat der 205er Einspritzer nur Auslassringe)) in den höheren Drehzahlen, im Stand hat er regelmäßig Aussetzer, also zündet mal einen Zylinder nicht. Mit anderen Kerzen als den originalen Motorcraft habe ich bisher jedoch noch nicht rumprobiert. Zündung habe ich zuletzt auf elektronisch mit Zündmodul und dem elektronischen Verteiler umgebaut, das hat nichts geändert.

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