Lenkungsspiel am MKI einstellen

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sankafahrer
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Lenkungsspiel am MKI einstellen

#1 Beitrag von sankafahrer » So Jul 18, 2010 7:45 pm

Lenkungsspiel am MKI einstellen - geht ja wohl an der besagten Schraube, aber

-hat das schon jemand mal gemacht?
-was muss man beachten?
-Wieviel Spiel muss gelassen werden?
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Hagen XL
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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#2 Beitrag von Hagen XL » So Jul 18, 2010 8:20 pm

erst WHB lesen, schaun ob dein Spiel wirklich von der Spindel her kommt, auch in allen Bereichen der Spindel.

Nachstellen ist eigentlich verkehrt, man kann an der Schraube beim Zusammenbau das Grundspiel einstellen, bei Verschleiss ist Schraube eigentlich verkehrt :blush2:

Bei Spiel in Wellenausgang ist Spindel einstellen verkehrt, etwas Spiel gehört bei Transe auch dazu.

Wesentlich heikler als Bremsen machen finde ich :blush2:
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Matscher
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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#3 Beitrag von Matscher » Di Jul 27, 2010 11:06 pm

Meine Erfahrungen beim Transit zum Thema:
Neben den beiden Schubstangengelenken, die dauernd mit zerbröselten Manschetten (billiger Rußgummi) und anschliessender Zerstörung "glänzen", sind natürlich die Achsschenkel ein sehr interessantes Bauteil. Wenn Du am Lenkrad bei gut gefettetem Achsschenkel drehst, merkst oft, dass das Rad ziemlich schnell (innerhalb der Toleranz) reagiert. Somit scheint alles in Ordnung. Allerdings gibt trotzdem ein Bauteil spürbar nach. :gruebel: Da ich kürzlich mehrfach wöchentlich an der Bremse hantiert hab, fiel mir auf, dass die vordere Radaufhängung im Bereich Achsschenkel keinerlei radiales Spiel aufwies. Wohl aber achsial :idee: Der Tüv merkt das erstmal nicht, da das Rad unter Last nicht wackelt. Komisch war mir nur das ständige "Klonk" aus der VA bei langsamer "Geländefahrt". Also sind "Drucklager" und "Ausgleichscheibe" mal einer Prüfung zu unterziehen respektive ein Achsschenkelreparaturkit zu verbasteln.

Das Lenkgetriebe kann man sich bei zu strammer Einstellung sprengen: gleichbedeutend Exitus desselben. Der Rest der Fuhre liegt dann in Gottes Hand. Dummerweise sind da auch Fertigungstoleranzen im Spiel, so dass eine vorbildliche Einstellung äusserst schwierig wird. Also erstmal besser alle umliegenen Faktoren ausschliessen.

Gruss, Mathias
1- Liter- Auto? Damit komm ich doch keine 10 Kilometer weit!
Auch ich möchte einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und Co² vermeiden: indem ich nur noch mit geschlossenen Fenstern Auto fahre.

Geissler Peter
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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#4 Beitrag von Geissler Peter » Mi Jul 28, 2010 7:54 am

Matscher hat geschrieben:Meine Erfahrungen beim Transit zum Thema:
Neben den beiden Schubstangengelenken, die dauernd mit zerbröselten Manschetten (billiger Rußgummi) und anschliessender Zerstörung "glänzen", sind natürlich die Achsschenkel ein sehr interessantes Bauteil. Wenn Du am Lenkrad bei gut gefettetem Achsschenkel drehst, merkst oft, dass das Rad ziemlich schnell (innerhalb der Toleranz) reagiert. Somit scheint alles in Ordnung. Allerdings gibt trotzdem ein Bauteil spürbar nach. :gruebel: Da ich kürzlich mehrfach wöchentlich an der Bremse hantiert hab, fiel mir auf, dass die vordere Radaufhängung im Bereich Achsschenkel keinerlei radiales Spiel aufwies. Wohl aber achsial :idee: Der Tüv merkt das erstmal nicht, da das Rad unter Last nicht wackelt. Komisch war mir nur das ständige "Klonk" aus der VA bei langsamer "Geländefahrt". Also sind "Drucklager" und "Ausgleichscheibe" mal einer Prüfung zu unterziehen respektive ein Achsschenkelreparaturkit zu verbasteln.

Das Lenkgetriebe kann man sich bei zu strammer Einstellung sprengen: gleichbedeutend Exitus desselben. Der Rest der Fuhre liegt dann in Gottes Hand. Dummerweise sind da auch Fertigungstoleranzen im Spiel, so dass eine vorbildliche Einstellung äusserst schwierig wird. Also erstmal besser alle umliegenen Faktoren ausschliessen.

Gruss, Mathias

alles fakten
es gibt keine spielfreie lenkung im transit
was unten im hundertstel bereich ist
ist oben am lenkrad schon cm bereich

ich hatte das einstellen vor geraumer zeit schon mal hier eingestellt
aber zur zeit finde es nicht
ist im km1+mk2 buch von bucheli beschrieben
wenn das jemand hat kann ers ja hier einstellen
gruß Peter

Wo ich heute nicht hinkomm, fahr ich morgen vorbei.

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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#5 Beitrag von Old-Trans » Di Okt 11, 2011 12:58 pm

Hi ihr..
ich möchte mich hier auch "einloggen" weil ich auch eine Frage zu dieser Einstellerei habe.
Das Spiel in der Lenkung zu beschreiben ist nicht schwierig.. ich habe auch gelesen, dass man mehr mit dem Gegenlenken beschäftigt ist als Geradeauszufahren.. :d .
So geht es bei mir auch, obwohl die Dekra da nichts beanstandet hat.. sei es drum.
Am Lenkrad ist ein Spiel von fast 2 cm zu jeder Seite. Das ist sicher nicht normal.
Ich denke mal, dass das Einstellen nicht allzu viel bringt und sicher ein anderes Lenkgetriebe rein muss. Im WHB steht nicht allzu viel über dieses Einstellen drin..
Kontermutter der Einstellschraube lösen und Einstellschraube mit 45 cmkg Anzugsdrehmoment festziehen. Dann Einstellschraube genau um 1/4 Umdrehnung zurückdrehen, in dieser Lage festhalten und Kontermutter festziehen.
Das wäre die einzige Möglichkeit, es als erstes mal auszuprobieren.. Anderes zu reparieren gibt es da sicher nicht, oder?

Gruß Paul
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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#6 Beitrag von Matscher » Fr Okt 14, 2011 10:53 am

Hallo,

da dieser Text die Montage/ Demontage des Gehäusedeckels beschreibt, kann man das vielleicht wirklich probieren, allerdings: besser, die Achse dabei vorn auf beiden Seiten auf Böcke stellen, so dass man sehr genau feststellen kann, ob man nach der Einstellerey die Lenkspindel leichtgängig in beide Richtungen bis zum Anschlag drehen kann. In der Vergangenheit kam es bei nachgestellten Kugelumlauflenkungen gern vor, dass bei Geradeausfahrt alles schön war, aber bei höherem Lenkeinschlag die Lenkung blockierte, was meist zum Unfall führte. Hab da so Geschichten vor 20 Jahren aus dem PKW- Bereich gehört.

Zur Relativierung von "Lenkproblemen" beim Transit: Die DEKRA bemängelt das Lenkspiel natürlich nicht, da das erlaubte "Spiel" am Lenkrad mal 2 Finger breit sein durfte, oder so. Da sind 2 cm ein Top- Wert! Ist bei unserem Dicken mehr.
Weiters kann man die Transporter von 1960 bis 1975 nicht mit normalem PKW Lenkgefühl vergleichen. Unser oller 86er Passat mit Zahnstangenlenkung lenkt viel direkter und auch wesentlich spielfreier nach nunmehr 320 TKM. Der fährt auch freiwillig geradeaus. Dies wiederum tun manche PKW schon von Haus aus nicht, und alte Transporter schon gar nicht. Zumindest kein VW Bulli und kein Transit. In unserm 2er Bulli war mir die Autobahn grade breit genug in der LKW Spur, bei Seitenwind war ich hellwach mit zeitweiligen Angstschweissausbrüchen und Verkrampfungen der gesamten Oberkörpermuskulatur. Da ist der Transit schon wesentlich besser. Allerdings: wenn man sich locker macht und drauf einstellt, ist das auch gelassen steuerbar. Und nun kommen wir zu den MK1 und MK2 Womo´s: Fahrer dieser Wagen tauften ihre Häuschen gern "Land-Yacht" oder verglichen das Fahrverhalten mit dem eines voll beladenen Fischkutters bei rauher See.....sehr schön fand ich auch PIMI´s Namensgebung "Schlinger- Lilly" :d ...und da war ein normaler Fenster- Bus gemeint. :d
Hab mich voriges Jahr mal mit jemandem unterhalten, der hat die gesamte Lenkung (wie das gesamte Auto) komplett zerlegt und wieder zusammengebaut. Und war entsetzt über die Fertigungstoleranz der Welle (eiert), er meinte: "Die kann man somit gar nicht spielfrei einstellen, da an irgendeinem Punkt immer hakt/ das Spiel weg ist, somit ist etwas Spiel überlebenswichtig."
Na ja, wo Luft ist, ist auch Leben und Holzgetriebe zu Galileo´s Zeiten haben auch nach diesen Grundsätzen funktioniert. :kopfklatsch:

Grüsse vom Mathias :auto:
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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#7 Beitrag von Geissler Peter » Fr Okt 14, 2011 6:06 pm

Matscher hat geschrieben:Hallo,

da dieser Text die Montage/ Demontage des Gehäusedeckels beschreibt, kann man das vielleicht wirklich probieren, allerdings: besser, die Achse dabei vorn auf beiden Seiten auf Böcke stellen, so dass man sehr genau feststellen kann, ob man nach der Einstellerey die Lenkspindel leichtgängig in beide Richtungen bis zum Anschlag drehen kann. In der Vergangenheit kam es bei nachgestellten Kugelumlauflenkungen gern vor, dass bei Geradeausfahrt alles schön war, aber bei höherem Lenkeinschlag die Lenkung blockierte, was meist zum Unfall führte. Hab da so Geschichten vor 20 Jahren aus dem PKW- Bereich gehört.

Zur Relativierung von "Lenkproblemen" beim Transit: Die DEKRA bemängelt das Lenkspiel natürlich nicht, da das erlaubte "Spiel" am Lenkrad mal 2 Finger breit sein durfte, oder so. Da sind 2 cm ein Top- Wert! Ist bei unserem Dicken mehr.
Weiters kann man die Transporter von 1960 bis 1975 nicht mit normalem PKW Lenkgefühl vergleichen. Unser oller 86er Passat mit Zahnstangenlenkung lenkt viel direkter und auch wesentlich spielfreier nach nunmehr 320 TKM. Der fährt auch freiwillig geradeaus. Dies wiederum tun manche PKW schon von Haus aus nicht, und alte Transporter schon gar nicht. Zumindest kein VW Bulli und kein Transit. In unserm 2er Bulli war mir die Autobahn grade breit genug in der LKW Spur, bei Seitenwind war ich hellwach mit zeitweiligen Angstschweissausbrüchen und Verkrampfungen der gesamten Oberkörpermuskulatur. Da ist der Transit schon wesentlich besser. Allerdings: wenn man sich locker macht und drauf einstellt, ist das auch gelassen steuerbar. Und nun kommen wir zu den MK1 und MK2 Womo´s: Fahrer dieser Wagen tauften ihre Häuschen gern "Land-Yacht" oder verglichen das Fahrverhalten mit dem eines voll beladenen Fischkutters bei rauher See.....sehr schön fand ich auch PIMI´s Namensgebung "Schlinger- Lilly" :d ...und da war ein normaler Fenster- Bus gemeint. :d
Hab mich voriges Jahr mal mit jemandem unterhalten, der hat die gesamte Lenkung (wie das gesamte Auto) komplett zerlegt und wieder zusammengebaut. Und war entsetzt über die Fertigungstoleranz der Welle (eiert), er meinte: "Die kann man somit gar nicht spielfrei einstellen, da an irgendeinem Punkt immer hakt/ das Spiel weg ist, somit ist etwas Spiel überlebenswichtig."
Na ja, wo Luft ist, ist auch Leben und Holzgetriebe zu Galileo´s Zeiten haben auch nach diesen Grundsätzen funktioniert. :kopfklatsch:

Grüsse vom Mathias :auto:
ist eigendlich logisch
es ist eine kugelumlauflenkung
und eine kugel braucht nun mal minimales spiel,sonst klemmt sie
und mehrere kugeln brauchen eben mehr spiel
stellt man radlager zu stramm,heißt spielfrei ein merkt mans am rad wenn manns dreht
man kann die lenkung einstellen(aber spielfrei wird sie nie werden)
nach whb braucht man das spezialwerkzeug dazu
bei der zweiten möglichkeit braucht man einen "sehr feinen" drehmomentschlüssel
der im bereich von "5-25 Nm liegt
der so behaupte ich mal,hier im forum so schnell keiner hat
gruß Peter

Wo ich heute nicht hinkomm, fahr ich morgen vorbei.

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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#8 Beitrag von bastelkaspa » Fr Okt 14, 2011 7:05 pm

also ich hab meine lenkung mal zerlegt und wieder zusammengebaut ohne spezialwerkzeug..vernünftig lenken, bei minimalstem lenkspiel, tut sie auch seit dem. allerdings ist meine die schwere ausführung die bei manchen zwillingsachsen eingebaut wurde..ka wie die "normale" aufgebaut ist, sah laut explosionszeichnung aber ähnlich aus.
was sagt das whb wofür man den spezial schlüssel braucht?
gruß pascal

bastelkaspa
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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#9 Beitrag von bastelkaspa » Fr Okt 14, 2011 7:13 pm

also hier nochmal die bilder dazu..meine ist die zweite: http://www.wavez.at/pages/d_6.php?u=3589&p=16210

transit85
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Re: Lenkungsspiel am MKI einstellen

#10 Beitrag von transit85 » Fr Okt 14, 2011 9:29 pm

braucht man einen "sehr feinen" drehmomentschlüssel
der im bereich von "5-25 Nm liegt
der so behaupte ich mal,hier im forum so schnell keiner hat
Hab ich mir irgendwann mal zugelegt,
kam irgendwas zwischen 30 und 40 Eumel,
geprüft und mit so einem Eichschriebs dazu... :up:

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