mein erster Oldie

Alles über den Transit Baujahr 1965 bis 1985

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Matscher
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Re: mein erster Oldie

#11 Beitrag von Matscher » Do Nov 07, 2013 11:03 pm

Alle paar Monate einige Hunderter ins Auto?
Wie jetzt. Benzingeld? Für bis wohin?

Also ich hab den MK1 mal 2 Jahre im Alltag gefahren. Täglich. Er fährt immer noch. Es gab Jahre, da hab ich ausser Ölwechsel, Benzin und TÜV- Gebühr nix investiert. Die wenigen Verschleissteile sind sehr preisgünstig zu bekommen, im Gegensatz zu modernen KFZ. Ist ja kaum was dran an dem Wagen.

Geld braucht man nur, wenn man öfter nen Austauschmotor braucht (unrealistisch, vor allem beim MK2), den Wagen ausbaut zum Camping (finanziell überschaubar bis billig machbar) oder schön restauriert. In letzterem Fall kann man natürlich Summen investieren, die den Wert des Wagens so weit übersteigen, dass diese durch anschliessenden Verkauf nicht wieder zurückzubekommen sind.

Also nicht bange machen lassen. Ich bin im Alltag auf das Auto angewiesen, seit 20 Jahren "rollende Unterhaltung" vom 30- jährigen Alltags- PKW und dem Transit gewohnt und würde nur vom Alt- KFZ abraten, wenn man mit dem zeitgenössischen "Komfort" nicht zufrieden ist. Aber teuer muss das "Hobby" nicht sein. Für den Passat kostete die neue Wasserpumpe von SKF 50 Euro, der Kühler von Behr auch nur 50. Also top Markenware. Beide Teile haben bisher 30 Jahre gehalten. Für ein nur 5 Jahre altes Auto bezahl ich für Ersatzteile wesentlich mehr Geld oder brauch Werkstatt zur Reparatur. Die alten "Kartoffeln" schraub ich aufm Hof selber zusammen, ohne Meisterbrief. Und immer anstandslos verkehrssicher. Schon 100 EUR Monatsrate für neue KFZ wären mir zu viel, mit dem Geld kann ich lange Ersatzteile kaufen. Klar, ein neues Wägelchen rollt ganz leise und sanft und hat mehr PS und braucht 0,7 ltr. Benzin weniger. Und Navi für die Unterhaltung ist serienmässig on Board. Bei mir muss noch der FALK genügen. Egal. Meine Tochter (erst 17) wird selber nur Oldie fahren.
Einziger wirklicher Nachteil: Für kriminelle Handlungen muss ich mir ein Auto vorher stehlen, da unsere Karren in unserem Stadtgebiet bekannt sind :d

Gruss, Mathias
1- Liter- Auto? Damit komm ich doch keine 10 Kilometer weit!
Auch ich möchte einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und Co² vermeiden: indem ich nur noch mit geschlossenen Fenstern Auto fahre.

geopet
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Re: mein erster Oldie

#12 Beitrag von geopet » Do Nov 07, 2013 11:46 pm

Matscher hat geschrieben: Einziger wirklicher Nachteil: Für kriminelle Handlungen muss ich mir ein Auto vorher stehlen, da unsere Karren in unserem Stadtgebiet bekannt sind :d

Gruss, Mathias
und zu langsam sind für die flucht... :d :d :d :d :d
Kein Tag ohne Grobschnitt!

Geissler Peter
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Re: mein erster Oldie

#13 Beitrag von Geissler Peter » Fr Nov 08, 2013 7:03 am

Matscher hat geschrieben:Alle paar Monate einige Hunderter ins Auto?
Wie jetzt. Benzingeld? Für bis wohin?

Also ich hab den MK1 mal 2 Jahre im Alltag gefahren. Täglich. Er fährt immer noch. Es gab Jahre, da hab ich ausser Ölwechsel, Benzin und TÜV- Gebühr nix investiert. Die wenigen Verschleissteile sind sehr preisgünstig zu bekommen, im Gegensatz zu modernen KFZ. Ist ja kaum was dran an dem Wagen.

Geld braucht man nur, wenn man öfter nen Austauschmotor braucht (unrealistisch, vor allem beim MK2), den Wagen ausbaut zum Camping (finanziell überschaubar bis billig machbar) oder schön restauriert. In letzterem Fall kann man natürlich Summen investieren, die den Wert des Wagens so weit übersteigen, dass diese durch anschliessenden Verkauf nicht wieder zurückzubekommen sind.

Also nicht bange machen lassen. Ich bin im Alltag auf das Auto angewiesen, seit 20 Jahren "rollende Unterhaltung" vom 30- jährigen Alltags- PKW und dem Transit gewohnt und würde nur vom Alt- KFZ abraten, wenn man mit dem zeitgenössischen "Komfort" nicht zufrieden ist. Aber teuer muss das "Hobby" nicht sein. Für den Passat kostete die neue Wasserpumpe von SKF 50 Euro, der Kühler von Behr auch nur 50. Also top Markenware. Beide Teile haben bisher 30 Jahre gehalten. Für ein nur 5 Jahre altes Auto bezahl ich für Ersatzteile wesentlich mehr Geld oder brauch Werkstatt zur Reparatur. Die alten "Kartoffeln" schraub ich aufm Hof selber zusammen, ohne Meisterbrief. Und immer anstandslos verkehrssicher. Schon 100 EUR Monatsrate für neue KFZ wären mir zu viel, mit dem Geld kann ich lange Ersatzteile kaufen. Klar, ein neues Wägelchen rollt ganz leise und sanft und hat mehr PS und braucht 0,7 ltr. Benzin weniger. Und Navi für die Unterhaltung ist serienmässig on Board. Bei mir muss noch der FALK genügen. Egal. Meine Tochter (erst 17) wird selber nur Oldie fahren.
Einziger wirklicher Nachteil: Für kriminelle Handlungen muss ich mir ein Auto vorher stehlen, da unsere Karren in unserem Stadtgebiet bekannt sind :d

Gruss, Mathias


schön in worte gefaßt

die themenstarterrin hat ja zu anfang gesagt
das sie nicht die schrauberin ist
also brauchts einfach einiges geld+den richtigen schrauber
gruß Peter

Wo ich heute nicht hinkomm, fahr ich morgen vorbei.

Hightower740
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Re: mein erster Oldie

#14 Beitrag von Hightower740 » Fr Nov 08, 2013 8:50 am

Geissler Peter hat geschrieben: schön in worte gefaßt

die themenstarterrin hat ja zu anfang gesagt
das sie nicht die schrauberin ist
also brauchts einfach einiges geld+den richtigen schrauber
Oder aber nur etwas Zeit und Muße wenn man/frau keine zwei linken Hände hat.

Das mit den monatlichen Investitionssummen kann ich so auch nicht unterschreiben. Die jährlichen Fixkosten mit Hakenzeichen und entsprechender Oldie-Versicherung
balufen sich auf plus minus 250€ und die Spritkosten - die sicherlich etwas höher sind als bei modernen Fahrzeugen.
Aber ansonsten sind die Ersatzteile nicht allzu teuer (wenn überhaupt noch verfügbar) und vieles ist selber machbar - eben mit nicht zwei linken Händen.
Mein Transit ölt nicht - er markiert!
Alkohol ist keine Lösung...sondern ein Destillat!

Martin
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Re: mein erster Oldie

#15 Beitrag von Martin » Fr Nov 08, 2013 9:19 am

Hightower740 hat geschrieben:
Geissler Peter hat geschrieben: schön in worte gefaßt

die themenstarterrin hat ja zu anfang gesagt
das sie nicht die schrauberin ist
also brauchts einfach einiges geld+den richtigen schrauber
Oder aber nur etwas Zeit und Muße wenn man/frau keine zwei linken Hände hat.

Das mit den monatlichen Investitionssummen kann ich so auch nicht unterschreiben. Die jährlichen Fixkosten mit [highlight=#ff0000]Hakenzeichen[/highlight] und entsprechender Oldie-Versicherung
balufen sich auf plus minus 250€ und die Spritkosten - die sicherlich etwas höher sind als bei modernen Fahrzeugen.
Aber ansonsten sind die Ersatzteile nicht allzu teuer (wenn überhaupt noch verfügbar) und vieles ist selber machbar - eben mit nicht zwei linken Händen.
Wir fahren hier doch bitte nur Autos mit H-Kennzeichen, oder?

@henrike: Willkommen im Forum.- Ich kann dich auch nur ermutigen. Ich fahre meinen Mk1 seit 12 Jahren und kann bis heute nicht richtig schrauben. Trotzdem habe ich nie ein billigeres Fahrzeug gehabt. Und mit keinem mehr Spaß als mit dem Transit :hurra:

Wir sehen uns . . . Gruß, Martin
Ein Auto besitzen, heißt doppelt leben!

:auto:

miguel
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Re: mein erster Oldie

#16 Beitrag von miguel » Sa Nov 09, 2013 10:54 am

Ich würde meinen Vorrednern zustimmen, aber eher zum mk2 raten. Da ich jetzt sowohl einen kurzen 85er Bus als auch eine lange 67er ex FFW besitze sind die Unterschiede gut auszumachen. Klar, das recht rustikale grundkonzept hat sich nicht verändert. Mitte der 80er hat man aber so ein paar Eigenheiten abgemildert.
Ganz wichtig für Anfänger und dann auch welche, die nicht als schrauber geboren sind, kauf das beste Auto was du finden kannst! Jeder Euro für die gute Substanz spart mindestens 2 beim reparieren und für die Zeit beim suchen gilt das gleiche. Es ist leider so dass du für unter 2 Kilo € nichts finden wirst was zu deinen umständen passt. Stell dich eher auf noch deutlich mehr ein.
Natürlich heißt das nicht, dass alle teuren Karren auch gut sind, das ist also wie im echten Leben.
Gruß miguel

Bernd O.
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Re: mein erster Oldie

#17 Beitrag von Bernd O. » Sa Nov 09, 2013 12:25 pm

miguel hat geschrieben:Ich würde meinen Vorrednern zustimmen, aber eher zum mk2 raten. Da ich jetzt sowohl einen kurzen 85er Bus als auch eine lange 67er ex FFW besitze sind die Unterschiede gut auszumachen. Klar, das recht rustikale grundkonzept hat sich nicht verändert. Mitte der 80er hat man aber so ein paar Eigenheiten abgemildert.
Ganz wichtig für Anfänger und dann auch welche, die nicht als schrauber geboren sind, kauf das beste Auto was du finden kannst! Jeder Euro für die gute Substanz spart mindestens 2 beim reparieren und für die Zeit beim suchen gilt das gleiche. Es ist leider so dass du für unter 2 Kilo € nichts finden wirst was zu deinen umständen passt. Stell dich eher auf noch deutlich mehr ein.
Natürlich heißt das nicht, dass alle teuren Karren auch gut sind, das ist also wie im echten Leben.
Gruß miguel
Da kann ich nur zustimmen ... :applaus:
... und viel Erfolg bei der Suche ...

Gruß Bernd
Bremsen macht die Felgen dreckig !

lange-koeln
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Re: mein erster Oldie

#18 Beitrag von lange-koeln » So Nov 10, 2013 7:00 pm

Naja, so schlimm ist das doch alles nicht. Ich fahre meinen auch im Alltag, der muss ja schließlich ein bisschen Werbung machen. Und deswegen ist der auch das ganze Jahr draussen. Schrauben tue ich selber auch nur das wenigste. Aber wenn man einmal mit den wesentlichen Sachen durch ist oder gleich einen mit guter Substanz erwischt geht das mit den Kosten trotzdem. Ich hab dazu eine Werkstatt, die zwar keinen Diagnosecomputer aber dafür eine Drehbank und viel Leidenschaft hat und die einen auch nicht jedesmal komplett ausnimmt. Damit geht das. Für dauernd lange Strecken und wenn man aufs Auto komplett angewiesen ist, wirds allerdings schwierig. Ich hab dafür einen Zweitwagen. Aber von etwa 40.000 km im Jahr mache ich sicher 10.000 km mit dem MK II. Das Mehr an Aufwand und Kosten ist mir der Spass allemal wert.

Ben85
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Re: mein erster Oldie

#19 Beitrag von Ben85 » Mi Nov 13, 2013 3:27 pm

lange-koeln hat geschrieben:.... Schrauben tue ich selber auch nur das wenigste. Aber wenn man einmal mit den wesentlichen Sachen durch ist oder gleich einen mit guter Substanz erwischt geht das mit den Kosten trotzdem. Ich hab dazu eine Werkstatt, die zwar keinen Diagnosecomputer aber dafür eine Drehbank und viel Leidenschaft hat und die einen auch nicht jedesmal komplett ausnimmt. Damit geht das. ...
Die Werkstatt macht dann wahrscheinlich in der nächsten Zeit zu ;-)

Also meiner hat eine wirklich hervorragende Substanz. Trotzdem ist die Benzinpumpe kaputt gegangen, die Stirnräder und die Zündspule.
Alles Dinge die nicht viel kosten, aber aufwändig sind zu diagnostizieren oder zu wechseln. Und jedes mal steht der Wagen! Wer nicht einen Ort hat wo man den Tranit auch mal über Nacht halb zerpflückt rumstehen lassen kann, der wird da keine Freude haben.

Nur so nebenbei:
Bei den Stirnräder hat der ADAC Mann auf Kopfdichtung getippt und bei der Zündspule hat ein ADAC Typ das "einstellen" des Vergasers vorgeschlagen. Nachdem er seine "Diagnose" gemacht hat.
So arbeiten die garantiert auch in einer normalen Werkstatt... viel Spaß wünsche ich! (Wenn du da eine Ausnahme hast, dann sei froh, gehe aber nicht davon aus, dass es sowas nochmal irgendwo gibt!)

miguel
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Re: mein erster Oldie

#20 Beitrag von miguel » Mi Nov 13, 2013 7:25 pm

Das Problem sind nicht die alten Autos, wenn man sich damit halbwegs auskennt, sind auch die beschriebenen Probleme einfach zu erkennen, nur kennen sich halt immer weniger Leute mit alten einfachen Autos aus. Einfach den Diagnosestecker anstöpseln und hoffen, dass der Computer schon sagt, welches Teil zu tauschen ist reicht halt nicht. Dafür kann man halt jeden Hansel für wenig Geld mit solchen Aufgaben beschäftigen.
Tempus fugit

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