Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

Baujahr 1986 bis 2000

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hamu
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Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#1 Beitrag von hamu » So Feb 02, 2020 2:57 am

Moin Moin,

zunächst möchte ich euch auf den aktuellen Stand bringen, vielleicht anderen damit ein paar Ideen liefern, um dann ein paar Fragen zu stellen und hier vielleicht auch eine Art Bautagebuch zu machen.

Unser Ford Transit ist Baujahr 04/1991 und wurde ziemlich mies von Miesen für den Katastrophenschutz gebaut. Er war von 1992 bis 2016 dort im Einsatz (bis ca. 20.000 km) und wurde dann bis zum Sommer 2018 vom Landesamt für Katastrophenschutz als Transporter genutzt (bis ca. 25.000 km). Auf seiner letzten Station hat er schon den größten Teil seiner Folierung entfernt bekommen und auch der Innenraum wurde leer gemacht. Zusätzlich gabs neue Reifen und einiges an Wartung. Unterboden ist versiegelt und rostfrei, ein paar Kampfspuren hat Mobi aber über die Jahre schon bekommen. Aber das ist auch okay.
mobi_front_weiß.jpg
mobi_seite_weiß.jpg
mobi_heck_weiß.jpg
Wir haben Mobi vor ca. einem Jahr über Vebeg ersteigert und anschließend zum LKW umschreiben lassen (wer viel Lesestoff sucht, kann die ausführliche Geschichte auch hier nachlesen). Und dann wollten wir erstmal schauen, wie mobi so ist. Wir kommen beide aus der IT und sind eher Fans davon, Dinge Stück für Stück zu verbessern, als einen Plan zu verfolgen und am Ende gar nicht zufrieden damit zu sein, weil man doch nicht alles bedacht hat. Also erstmal eine Matratze rein und losfahren.

Nach der ersten Tour war uns klar, dass wir einige Sachen verändern wollen, damit wir uns Sicherer durch die Gegend bewegen können. Wir brauchten auf jeden Fall Doppelspiegel für den toten Winkel, die MK3-Spiegel zeigen zwar viel Himmel und Straße nach unten, aber seitlich sieht man so gut wie nichts. Im englischsprachigen Forum bin ich darüber gestolpert, dass man wohl auch MK5-Spiegel (hier im Stammtisch sind MK4 und MK5 unter dem Mischbegriff MK4 eingeordnet) anbauen könne. Aber wie das genau passt, war nirgends gut zu recherchieren. Also selbst Ausprobieren. Für ca. 50€ hab ich zwei neue (Nachbau-)Spiegel mit E-Zeichen auf Ebay gefunden und angebaut. So viel sei gesagt: Sie sind nicht Plug'n'Play. Im Endeffekt kann nur ein Original-Loch genutzt werden und es müssen zwei weitere gebohrt und mit Gewinde versehen werden. Aber es lohnt sich:
links_vorher.jpg
links_nachher.jpg
Selbst zu zweit ist das Einparken nicht einfach, wenn man alleine ist, unmöglich. Es gibt keine Sicht nach hinten (Milchglasfolie) und wir wohnen in einer Stadt. Also musste eine Rückfahrkamera her. Ich wollte aber nicht irgendeinen Bildschirm ans Amaturenbrett anspaxen und die Langlebigkeit von Software/Apps fürs Handy mit kabellosen Rückfahrkameras ist eher zweifelhaft. Nach ein wenig Recherche bin ich über eine passende Lösung gestolpert, die den Innenspiegel als Display nimmt:
amazon.png
rueck_04.jpg
test_02.jpg
Die nächste Bastellei in Richtung Sicherheit und Komfort wird unser Tempomat sein. Der Zemco AP 500 PILOTOMAT liegt schon hier rum. Der Einbau wird aber noch auf gutes Wetter warten müssen.

Nach diesem Roman jetzt zu den Wehwehchen von Mobi:

1. Das Ausrücklager macht Geräusche. Eine örtliche freie Werkstatt, beide Meister haben früher bei Ford gearbeitet, würden direkt auch die Kupplung machen. Da wären wir dann aber bei 400-500 €. Ich frag mich dabei, ob das wirklich sein muss, wenn der Transit ja erst 25.000 km gelaufen ist. Und wie aufwändig das wirklich ist. Wenn ich jetzt nur das Ausrücklager tausche, weiß ich direkt auch, sobald die Kupplung wirklich fällig ist, wie ich da ran komme. Oder hab ich nen Denkfehler?

2. Im Amaturenbrett leuchtet folgende Warnleuchte:
tankleuchte2.JPG
tankleuchte..jpg
Meine Vermutung: Es soll einen Tank darstellen. Aber was soll es aussagen? Sowohl Haynes aus auch ein extra bei Ebay geschossene Bedienungsanleitung können nicht helfen. Er fährt damit seitdem wir ihn gekauft haben. Manchmal geht die Leuchte aus, meist ist sie aber an. Ideen?

3. Ich vermute, dass irgendwann mal etwas an dem Türöffner der rechten Hecktür kaputtgegangen ist. Leider wurde das nicht ganz so toll "repariert:
heck.JPG
hebel.JPG
schloss.JPG
Ich würde diese Situation gerne ändern. Ich glaube kaum, dass ich durch Glück an eine komplette Tür kommen werde, damit ich einfach alles wieder in den Originalzustand versetzen kann. Und ich würde jetzt von Außen auch nichts anderes ranpfuschen wollen. Also meine Idee wäre alles von außen zu schließen (wie ja auch die Griffmulde verschlossen wurde) und maximal einen einfachen Griff zum ziehen anzubringen. Den Schließmechanismus würde ich dann von innen - am liebsten elektrisch Mittels Knopf im Armaturenbrett - öffnen und schließen lassen. Ist sowas mit ein paar Fensterhebern o.ä. machbar? Oder hat vielleicht jemand doch das rausgepfuschte Innenleben einer solchen Tür, damit ich es wieder zurückbauen könnte? Und was wäre realistischer?

4. Wir würden gerne auch ein Seitenfenster auf der Fahrerseite einbauen. Wenn wir durch Glück ein Original-Fenster auf dem Schrott o.ä. finden, sollte es denn einfach einsetzbar sein? Also Ausschnitt flexen (oder mit der Stichsäge) und dann mit dem Originalgummi wieder einziehen? Oder muss da noch was gekantet werden? Von Innen sieht das ganze so aus:
fenster.jpg
5. Mit unserem Prüfer ist schon abgesprochen, dass wir im Zuge der Umschreibung zum Wohnmobil einen dritten Sitzplatz rückwärts gerichtet hinter den Fahrersitz bauen. Leider trägt er das erst ein, wenn es auch ein Wohnmobil ist, dementsprechend müsste Mobi dann auch die restlichen Gesichtspunkte erfüllen. Das passt aber nicht in unser Konzept des Stück für Stück Umsetzens.
FordTransitMK3_Entwurf_01_07.png
FordTransitMK3_Entwurf_01_Sitzen_02.png
Aber wir brauchen einen dritten Platz. Also brauchen wir eine Doppelsitzbank. Hier im Forum gab es schon mehrfach Gesuche, die im Nichts geendet sind. Wir suchen intensiv und recherchieren viel. Was mir dabei aufgefallen ist: Sitzbänke für MK3 (1986-1991) gibt es so gut wie keine. Nirgends. Bänke für MK4 und MK5 (bzw. MK4 hier im Forum) gibt's auf Kleinanzeigen wie Sand am Meer. Wenn ich aber durch die Fotos richtig sehe, wurde 1991 aber die Montage (wegen Dreipunktgurt) geändert und damit die Befestigung. Unser Herr vom Tüv nimmt uns aber nur eine originale Ford-Sitzbank an den originalen Befestigungspunkten ab. Sagen wir mal, wir haben glück und finden eine, bleibt das Problem der Befestigungspunkte:
befestigung.jpg
Durch nette Gespräche auf den Kleinanzeigen sind wir zu folgenden Bildern gekommen:
doppelbank_1.jpg
doppelbank_2.jpg
Darum meine Fragen: Hat das schon mal jemand gemacht? Sehe ich das richtig mit der Befestigung? Und wenn ja, kann ich in die vorhandenen "Konterbleche" an den entsprechenden Stellen einfach ein Gewinde schneiden? Und ist bei den linken Befestigungen überhaupt standardmäßig so ein dickeres Blech auf der anderen Seite vorhanden?

6. Seitdem wir ihn haben fehlt Mobi eine Radkappe. Hat vielleicht noch irgendwer die Kappe für folgende 6-Loch-Felge?
Reifen.jpg
Vielen Dank und viele Grüße aus dem regnerischen Norden
hamu

PS: Danke für alle, die sich diese Wall of Text angetan haben und noch mehr Dank an alle, die darauf reagieren werden. :)
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#2 Beitrag von Geissler Peter » So Feb 02, 2020 4:41 pm

Das Ausrücklager macht Geräusche. Eine örtliche freie Werkstatt, beide Meister haben früher bei Ford gearbeitet, würden direkt auch die Kupplung machen. Da wären wir dann aber bei 400-500 €. Ich frag mich dabei, ob das wirklich sein muss, wenn der Transit ja erst 25.000 km gelaufen ist. Und wie aufwändig das wirklich ist. Wenn ich jetzt nur das Ausrücklager tausche, weiß ich direkt auch, sobald die Kupplung wirklich fällig ist, wie ich da ran komme. Oder hab ich nen Denkfehler?

richtig
das teuerste bei machen lassen,ist die arbeitszeit!!
wenig km heißt nicht wenig verschleiß(normal hält das ausr-lager ein kuppl-leben lang)
wenn du die fuhre länger fahren willst,verbau eine kpl kuppl kit von namhaften hersteller
gruß Peter

Wo ich heute nicht hinkomm, fahr ich morgen vorbei.

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#3 Beitrag von Geissler Peter » So Feb 02, 2020 4:53 pm

die sitzplatz anzahl ist wohl eintragungspflichtig
aber nicht welchen stuhl du einbaust
ab ca 1991 wurde für sitze die "E" zulassung eingeführt
da hat dein prüfer nicht ganz recht
bis dato gabs nur die vorgabe das die rückenlehne verstellbar sein mußte
natürlich ordendlich angespaxt,endweder an den original bodenbefestigungen
oder an neu anzubringenden befestigungspunkten analog zu den serienmäßigen
ein gutes argument bei "ablehnungen":frage,wo steht das?dazu muß er dir die quelle nennen(aber nicht zwingend ausdrucken)
radkappen sind goldstaubgesuche
als anhaltspunkt,alte fiat hatten den gleichen lochkreis wie der transit bis 91
nur andere zentrierung,transit über die radmuttern,fiat über die mitte
gruß Peter

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#4 Beitrag von hamu » Mo Feb 03, 2020 5:19 pm

Moin Peter,

danke schon mal für deine Antworten.
Geissler Peter hat geschrieben:
So Feb 02, 2020 4:41 pm
das teuerste bei machen lassen,ist die arbeitszeit!!
Genau das denke ich eben auch. Und das ist ja auch okay. Aber weil ich denke, dass ich Mobi noch ein wenig länger fahren werde, ist jede Schrauberarbeit zu einem Stück weit eben auch Weiterbildung. Und manche bezahlen dafür richtig Geld, ich spare es dabei. ;)
Geissler Peter hat geschrieben:
So Feb 02, 2020 4:41 pm
wenig km heißt nicht wenig verschleiß(normal hält das ausr-lager ein kuppl-leben lang)
wenn du die fuhre länger fahren willst,verbau eine kpl kuppl kit von namhaften hersteller
Mein Gedankengang dabei ist, dass der Transit im Dienst über 26 Jahre knapp 20.000 km gemacht hat. Das sind 800km im Jahr, sagen wir bei einer Übung pro Jahr 350km hin und zurück. Und dann noch mal 100km fürs Rumstehen bei örtlichen Veranstaltungen. Ich denke also nicht, dass er viel Kurzstrecke mit viel kuppeln hinter sich hat, sondern eher von den "falschen" Leuten gefahren wurde. Also an der Ampel den Gang drin lassen und die ganze Rotphase die Kupplung drücken etc. Und nur deswegen das Ausrücklager hin ist.

Aber gut, ich schau mal was ein Kupplungsset kostet. Ich brauch denn aber auch noch einen Dorn zum Ausrichten, oder bekommt man das auch ohne hin?
Geissler Peter hat geschrieben:
So Feb 02, 2020 4:53 pm
die sitzplatz anzahl ist wohl eintragungspflichtig
aber nicht welchen stuhl du einbaust
ab ca 1991 wurde für sitze die "E" zulassung eingeführt
da hat dein prüfer nicht ganz recht
bis dato gabs nur die vorgabe das die rückenlehne verstellbar sein mußte
natürlich ordendlich angespaxt,endweder an den original bodenbefestigungen
oder an neu anzubringenden befestigungspunkten analog zu den serienmäßigen
ein gutes argument bei "ablehnungen":frage,wo steht das?dazu muß er dir die quelle nennen(aber nicht zwingend ausdrucken)
Unser Problem ist, dass er zwar Baujahr 1991 ist, aber Zulassung 1992 hat. Wie ich schon mehrfach bei rechtlichen Recherchen mitbekommen habe, wäre ein 1990er viel besser gewesen. :D

Der Prüfer ist bei dem geplanten dritten Sitzplatz hinterm Fahrer auch okay drauf. Also wir werden da ein perfekt passendes Gestell schweißen und durch den Boden mit entsprechend dicken Metallplatten von unten kontern. Ein bisschen Polstern, Beckengurt an das Gestell und gut ist.

Wo er sich eben - für meinen Geschmack - ein wenig quer gestellt hat, war die (temporäre) Doppelsitzbank. Da wollte er eben die original Verankerungspunkte und nicht das gleiche wie beim anderen Sitz. Aber okay, dann recherchiere ich da noch rechtlich ein wenig und ggf. such ich mir für die Doppelsitzbank nen anderen Prüfer.
Geissler Peter hat geschrieben:
So Feb 02, 2020 4:53 pm
radkappen sind goldstaubgesuche
als anhaltspunkt,alte fiat hatten den gleichen lochkreis wie der transit bis 91
nur andere zentrierung,transit über die radmuttern,fiat über die mitte
Das hab ich mir schon fast gedacht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Guter Tipp mit dem Fiat, ich schau da auch mal, obs was passendes gibt.

Viele Grüße
hamu
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#5 Beitrag von P4-Welt » Mo Feb 03, 2020 9:21 pm

hallo,

bin auch katastrophenfahrer und freue mich ueber austausch,

melde dich bitte unter whatsapp: 0179-2252488 oder per email unter am@12m-p4.de.

lg,

andreas

Funkyfallk
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#6 Beitrag von Funkyfallk » Fr Feb 14, 2020 12:16 pm

An einem Umbaubericht hätte ich durchaus Interesse. :applaus:

Hier ein Bericht von fordtransit.org mit dem gleichen Mobil. Die Bilder werden bei mir nur auf dem PC leider nur verschwommen angezeigt. Per Handy geht es aber.
https://fordtransit.org/forum/viewtopic ... 134311&c=1

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#7 Beitrag von b3292 » Fr Feb 14, 2020 4:22 pm

Moin,
wenn Du noch nie eine Kupplung getauscht hast, lass es machen oder mache es mit jemanden, der einen Plan hat!
Um das Ausrücklager auszubauen, muss das Getriebe raus. Dafür sollte wenigstens eine Grube, besser eine Hebebühne vorhanden sein.
Und das Getriebe ist ein Riesentrümmer... Im Idealfall hast Du dann auch noch einen Kardanstummel liegen, damit Dir nicht die ganze Brühe hinten rausläuft, wenn Du die Kardanwelle vom Getriebe abmachst.
Und wenn das getriebe draussen ist, dann liegt die Kupplung, also Druckplatte und Reibscheibe schon vor Dir. Heisst, die hängt am Motor, am Schwungrad.
Bei der Gelegenheit könnte man darüber nachdenken evtl. auch die Schwungscheibe zu entfernen und den Kurbelwellendichtring prüfen.

Für die Kupplung brauchst Du einen Zentrierdorn und die Teile müssen in einer vorgeschriebenen Reihenfolge angeschraubt und mit Drehmoment angezogen werden.
Kupplung ist sozusagen "Schrauben 2.0"...

Nur das Ausrücklager wechseln macht hier wenig Sinn. Da, wie Peter schon schrieb, die meisten Kosten für den Aus-/Einbau des Getriebes anfallen würde ich ebenfalls dei Kupplung erneuern.
Auch, wenn die Laufleistung gering ist, bedenke bitte, das die Teile nunmehr 29 Jahre alt sind. Federn ermüden und Reibbeläge altern.
Und was hast Du gewonnen, wenn Du jetzt das 20€ Lager wechselst und in 2000km rutscht die Kupplung. Dann brauchst Du das ohnehin und zahlst erneut. Und das Ausrücklager kannst Du dann gleich wieder erneuern, ist aber wenigstens beim Kit dabei.
Gruß Harry

Geschwindigkeit ist, wenn die Landschaft anfängt sich langsam zu bewegen!
Fuhrpark:
'82 Transit Mk2 Fensterbus 2.4D
'85 Escort Mk3 1.6i Cabrio
'94 Hymermobil S700
'97 Escort Mk7 Cabrio
'15 Skoda Octavia 2.0 TDI

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#8 Beitrag von Geissler Peter » Fr Feb 14, 2020 5:08 pm

:up:
nur so
es geht auch ohne bühne-grube mit böcke+wageheber
aaaber :book:
gruß Peter

Wo ich heute nicht hinkomm, fahr ich morgen vorbei.

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#9 Beitrag von hamu » Fr Feb 14, 2020 11:17 pm

So, Fahrgast Nr. 3 ist jetzt auch aufgetaucht, jetzt muss das langsam was mit dem dritten Sitzplatz werden. Wir schreiben inzwischen jeden, der eine MK3 Pritsche mit Doppelsitzbank auf Ebay-Kleinanzeigen einstellt, an. Daumen gedrückt, dass sich da auch mal was ergibt.
P4-Welt hat geschrieben:
Mo Feb 03, 2020 9:21 pm
bin auch katastrophenfahrer und freue mich ueber austausch
Katastrophenfahrer aller Länder vereinigt euch! :D

Und danke für den Direktkontakt, weiß ich sehr zu schätzen. Bin auch schon vorher über alle deine Beiträge gestolpert! :up: Vor allem spiele ich auch mit dem Gedanken, das Lenkrad zu wechseln. Einerseits ist das vom MK3 zu groß, andererseits fehlen ein paar "Speichen" zum Daumenablegen. Mir würde schon eins vom MK4/MK5 reichen. Welchen Durchmesser hat dein Lenkrad eigentlich, wenn ich fragen darf. Die Infos zur Narbe hattest du ja super beschrieben.

Ansonsten würde ich aber alles, was nicht wirklich privat ist, auch gerne hier im Forum besprechen. Dann hilft es auch anderen Leuten weiter, die in einer Woche, einem Jahr oder wann auch immer hier rüberstolpern. :)
Funkyfallk hat geschrieben:
Fr Feb 14, 2020 12:16 pm
An einem Umbaubericht hätte ich durchaus Interesse. :applaus:
Juhu, freut mich. Ich versuche es durchzuhalten, hier regelmäßig Updates zu posten. :up:
Funkyfallk hat geschrieben:
Fr Feb 14, 2020 12:16 pm
Hier ein Bericht von fordtransit.org mit dem gleichen Mobil. Die Bilder werden bei mir nur auf dem PC leider nur verschwommen angezeigt. Per Handy geht es aber.
https://fordtransit.org/forum/viewtopic ... 134311&c=1
Über den bin ich schon gestolpert. Wirklich interessanter Ausbau und vor allem Interessante Tour. Bist du das?
b3292 hat geschrieben:
Fr Feb 14, 2020 4:22 pm
wenn Du noch nie eine Kupplung getauscht hast, lass es machen oder mache es mit jemanden, der einen Plan hat!
Um das Ausrücklager auszubauen, muss das Getriebe raus. Dafür sollte wenigstens eine Grube, besser eine Hebebühne vorhanden sein.
Und das Getriebe ist ein Riesentrümmer... Im Idealfall hast Du dann auch noch einen Kardanstummel liegen, damit Dir nicht die ganze Brühe hinten rausläuft, wenn Du die Kardanwelle vom Getriebe abmachst.
Und wenn das getriebe draussen ist, dann liegt die Kupplung, also Druckplatte und Reibscheibe schon vor Dir. Heisst, die hängt am Motor, am Schwungrad.
Bei der Gelegenheit könnte man darüber nachdenken evtl. auch die Schwungscheibe zu entfernen und den Kurbelwellendichtring prüfen.

Für die Kupplung brauchst Du einen Zentrierdorn und die Teile müssen in einer vorgeschriebenen Reihenfolge angeschraubt und mit Drehmoment angezogen werden.
Kupplung ist sozusagen "Schrauben 2.0"...

Nur das Ausrücklager wechseln macht hier wenig Sinn. Da, wie Peter schon schrieb, die meisten Kosten für den Aus-/Einbau des Getriebes anfallen würde ich ebenfalls dei Kupplung erneuern.
Auch, wenn die Laufleistung gering ist, bedenke bitte, das die Teile nunmehr 29 Jahre alt sind. Federn ermüden und Reibbeläge altern.
Und was hast Du gewonnen, wenn Du jetzt das 20€ Lager wechselst und in 2000km rutscht die Kupplung. Dann brauchst Du das ohnehin und zahlst erneut. Und das Ausrücklager kannst Du dann gleich wieder erneuern, ist aber wenigstens beim Kit dabei.
Moin Harry,

wow, vielen Dank für die ganzen Tipps! Das hilft wirklich enorm weiter. :up:

Drehmomentschlüssel und Werkstatthandbuch (Haynes) hatte ich mir schon besorgt und bin auch den entsprechenden Abschnitt durchgegangen. Ich habe auf jeden Fall immer noch Interesse, die Arbeit durchzuführen. Aber du hast aber recht, allein für das Gewicht der Teile beim Transit bräuchte man auf jeden Fall nen zweiten Mann und einiges an Zubehör/Werkzeug, das erstmal angeschafft werden muss. Grube hätte ich jetzt nicht zur Verfügung, aber ggf. könnte man ja auch einen Platz in einer Selbstschrauberwerkstatt buchen. Aber wenn man erstmal alles abgebaut hat und dann - wie du schon erwähnt hast - noch und hier und da Baustellen aufdeckt, dann kann das schon unpraktisch sein. Ich will ja nicht den Werkstattplatz für ne Woche mieten. ;)

Ich muss eh demnächst noch mal denen von der freien Werkstatt reden, dann spreche ich das noch mal konkreter (Preis) an. Ich will da nämlich auch dem dort vorbeikommenden (TÜV-Süd-)Prüfer (der hatte auch letztes Jahr die HU gemacht) auf den Zahn fühlen, ob der bei der Doppelsitzbank weniger Bauchschmerzen hat und was da seine Kriterien gegenüber dem offiziellen TÜV-Nord-Prüfer sind.

Viele Grüße
hamu
Mobi ist ein Ford Transit MK3 (04/91), ehemals Katastrophenschutz, jetzt auf dem Weg zum Eigenbau-Camper.

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#10 Beitrag von Geissler Peter » Sa Feb 15, 2020 7:23 am

Ansonsten würde ich aber alles, was nicht wirklich privat ist, auch gerne hier im Forum besprechen. Dann hilft es auch anderen Leuten weiter, die in einer Woche, einem Jahr oder wann auch immer hier rüberstolpern. :) :klugscheisser: :up: :up: :up:
gruß Peter

Wo ich heute nicht hinkomm, fahr ich morgen vorbei.

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