Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

Baujahr 1986 bis 2000

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Funkyfallk
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#11 Beitrag von Funkyfallk » Do Feb 20, 2020 3:18 pm

Über den bin ich schon gestolpert. Wirklich interessanter Ausbau und vor allem Interessante Tour. Bist du das?
Ne. Aber echt super mal nen Transit Ausbau Thread zu durchstöbern. Sonst findet man ja nur VWs.
Hier noch ein Umbau, mit schicker zweifarben Lackierung. (Leider sehr kurz)
https://www.youtube.com/watch?v=sg2jNFY3Qn4

hamu
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#12 Beitrag von hamu » Do Feb 20, 2020 7:01 pm

Ja, sieht auf jeden Fall schick aus und die Pilotensitze würde ich auch nehmen, aber dieses Doppelstockbett wirds bei mir nicht werden. ;)

Ansonsten habe ich noch zwei weitere Ausbauten gefunden, die auch ein wenig inspirieren könnten:
1. Ein Ausbau aus UK, sehr langsame Erzählweise, aber der Umbau hat ein paar interessante Ideen vom Vorbesitzer:
(Playlist)
2. Das Videoediting tut schon weh, aber auch interessante Ansätze mit einem Layout, das unserer Idee ähnelt:
(Playlist)

Bei beiden Ausbauten empfiehlt es sich, das Video auf 1,5x oder 2x abzuspielen und zu pausieren, wenn was im Detail gezeigt wird. ;)

Viele Grüße
hamu
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#13 Beitrag von hamu » Do Mär 05, 2020 11:30 pm

Update zur Bank: Wir haben eine Bank gekauft. Inklusive Transit drum rum:
igor.jpg
Ich werde da erstmal die Bank ausbauen, in Mobi einbauen und dann zum Tüv. Wenn alles klappt, verhökern wir den schnell wieder (hat noch TÜV bis 06/20). Wenn das verhökern nichts wird, wird er geschlachtet. Also wer bestimmte Teile braucht, meldet sich gerne. ;)

Viele Grüße
hamu
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#14 Beitrag von hamu » Do Mär 12, 2020 12:37 am

So, ich update mal die Punkte, zu denen es was neues gibt:
hamu hat geschrieben:
So Feb 02, 2020 2:57 am
1. Das Ausrücklager macht Geräusche. Eine örtliche freie Werkstatt, beide Meister haben früher bei Ford gearbeitet, würden direkt auch die Kupplung machen. Da wären wir dann aber bei 400-500 €. Ich frag mich dabei, ob das wirklich sein muss, wenn der Transit ja erst 25.000 km gelaufen ist. Und wie aufwändig das wirklich ist. Wenn ich jetzt nur das Ausrücklager tausche, weiß ich direkt auch, sobald die Kupplung wirklich fällig ist, wie ich da ran komme. Oder hab ich nen Denkfehler?
So, ich hab noch mal nachgefragt bei unserer freien, die würden (laut Zeitliste und inkl. neuer Sachs Kupplung) 680€ nehmen wollen. Ist das ein fairer Preis?
hamu hat geschrieben:
So Feb 02, 2020 2:57 am
2. Im Amaturenbrett leuchtet folgende Warnleuchte:
tankleuchte2.JPG tankleuchte..jpg
Meine Vermutung: Es soll einen Tank darstellen. Aber was soll es aussagen? Sowohl Haynes aus auch ein extra bei Ebay geschossene Bedienungsanleitung können nicht helfen. Er fährt damit seitdem wir ihn gekauft haben. Manchmal geht die Leuchte aus, meist ist sie aber an. Ideen?
In Igor, der MK3-Pritsche, lag zwar nicht mehr das Handbuch bei, aber die zusätzliche Erklärung, die dem Handbuch fehlt zu dieser Warnleuchte. Es ist tatsächlich die Wasser im Kraftstofffilter-Leuchte. Und zur Behebung soll erst der Stecker gezogen, dann ein Schlauch an einen Stutzen gesteckt werden und anschließend 1-2 Umdrehungen unten aufgedreht werden.
schlauch.jpg
Soweit zur Theorie. Bei mir lief erst etwas raus, nachdem ich die Kappe komplett abgedreht hatte. Dann aber natürlich nicht in den Schlauch, sondern überallhin. Wie gut, dass ich schon was untergelegt hatte. Die Leuchte erlicht leider jetzt trotzdem nicht. Ich vermute, dass entweder der Sensor defekt oder eine Verbindung korrodiert ist.

Dazu:
- Es läuft nur so viel Kraftstoff aus, wie der Filter speichern kann, richtig?
- Wenn ich ihn komplett (von unten) leere, füllt er sich mit ein wenig orgeln selbst?

Würde nämlich den Deckel unten komplett abschrauben und den Filter komplett auslaufen lassen und sowohl Sensor, als auch Kontakte einmal reinigen.
hamu hat geschrieben:
So Feb 02, 2020 2:57 am
5.
Darum meine Fragen: Hat das schon mal jemand gemacht? Sehe ich das richtig mit der Befestigung? Und wenn ja, kann ich in die vorhandenen "Konterbleche" an den entsprechenden Stellen einfach ein Gewinde schneiden? Und ist bei den linken Befestigungen überhaupt standardmäßig so ein dickeres Blech auf der anderen Seite vorhanden?
So, ich habe es jetzt gemacht, darum beantworte ich - der Zukunfts-hamu - dem Vergangenheits-hamu diese Frage:
Man kann in einen MK3 eine Doppelsitzbank einbauen, aber es wird komplizierter. Ich habe mit allen ansässigen Prüfeinrichtungen gesprochen (Tüv-Nord, -Süd, GTÜ, Dekra) und alle sagten das gleiche: Wird super easy, wenn du die Original-Bank mit den Original-Befestigungen verwendest. Alles andere muss ordentlich geprüft (Gutachten der Befestigungspunkte) werden. So muss es nur angeschaut und eingetragen werden. Schlussendlich bin ich zur Dekra, weil die von meinem Standort am besten zu erreichen sind.
a) Es sind keine Befestigungspunkte für die Sitzbank vorhanden, wenn der Wagen nicht schon mit Bank ausgeliefert wurde. Keine! Genauso sieht es umgekehrt aus, da Montagepunkte sich in die Quere kommen.
b) Die Konterbleche mit Gewinde sind mit der Karosserie verschweißt/gepunktet. Um sie einem Spenderfahrzeug zu entnehmen, müssen sie ausgebohrt werden, anschließend kann an dem Fahrzeug weder eine Bank noch ein Einzelsitz montiert werden (da keine Bleche vorhanden):
IMG_20200308_1428220.jpg
c) Es müssen zwei(/drei) dieser Konterbleche für den Einzelsitz entfernt werden, damit die Bleche für die Doppelsitzbank angebracht werden können. Einmal das mittlere Blech der rechten Schiene und ggf. ganz hinten Links. Ich habe dieses Blech aber auf das vorhandene platzieren können und es wurde auch nicht beanstandet.
d) Ich habe die Bleche anschließend mit Sika verklebt und nicht geschweißt, das war für den Prüfer auch okay (nach Rücksprache mit seinem Vorgesetzten).
e) Der Prüfer hat die ABE des Spenderfahrzeugs wissen wollen (habe ihm ein Foto vom Typenschild von Igor gezeigt), damit er nachweisen kann, dass es dieses Fahrzeug mit Doppelsitzbank gegeben hat.
f) Er wollte, wahrscheinlich um sich abzusichern, auch Fotos vom Unterboden von Spenderfahrzeug haben.

Also mit viel Recherche und Vorbereitung, viel Fotografieren und Dokumentieren beim Aus- und Einbau, war das Unterfangen dann doch machbar. Leider nicht ganz günstig, weil wir ja das Spenderfahrzeug brauchten.

Wir können jetzt also jetzt dritt mit Mobi fahren. :applaus:
sitzbank.jpg
Bonusinfo: Man kann sogar so heruntergekommene Bänke wie diese wieder einigermaßen herrichten:
vorher.jpg
nachher.jpg
Viel schrubben mit unterschiedlichen Bürsten, Fettlöser und Wasser und einen Nasssauger (mein ganz normaler 30€-Bauhaus-Sauger für die Kellerwerkstatt reichte).

Viele Grüße
hamu
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#15 Beitrag von miguel » Do Mär 12, 2020 7:04 am

Mag am Baujahr oder am tüffer liegen, ich hab ohne irgend ein Ballet die hintere Sitzbank eingetragen bekommen, und die ist ausm mk3. An den befestigungspunkten muss immer untergelegt werden, erstaunlich dass sika gereicht hat. Ohne Schweißen ist ungewöhnlich. Es geht nicht nur um die Verbreiterung der auflagefläche, sondern auch um die breite Anbindung am Blech. Man sieht also auch hier wieder, dass entscheidend ist, dass der tüffer glücklich ist und nicht dass die Lösung technisch 100% ist.
Sitze kann man mit noch weniger Ballet richtig sauber bekommen: dampfstrahler oder hochdruckreiniger mit warmem Wasser. Draufhalten, bist da nur noch klares Wasser aus den Polstern kommt. Zur Not bremsenreiniger für die ganz harten ölflecken und dann wieder Wasser. Danach min eine Woche trocknen lassen, natürlich am besten draußen in der Sonne. :idee:

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#16 Beitrag von hamu » Do Mär 12, 2020 10:04 pm

miguel hat geschrieben:
Do Mär 12, 2020 7:04 am
Mag am Baujahr oder am tüffer liegen, ich hab ohne irgend ein Ballet die hintere Sitzbank eingetragen bekommen, und die ist ausm mk3.
Hintere Sitzbank ist auch einfacher, es war jetzt explizit für die Doppelsitzbank vorne so anstrengend.
miguel hat geschrieben:
Do Mär 12, 2020 7:04 am
An den befestigungspunkten muss immer untergelegt werden,
Das war mir auch klar, ich persönlich finde die originalen kleinen Fitzelbleche nicht sehr vertrauenserweckend. Ich persönlich hätte viel größere und dickere Bleche genommen.
miguel hat geschrieben:
Do Mär 12, 2020 7:04 am
erstaunlich dass sika gereicht hat. Ohne Schweißen ist ungewöhnlich. Es geht nicht nur um die Verbreiterung der auflagefläche, sondern auch um die breite Anbindung am Blech.
Die waren aber nur punktgeschweißt, bei den kleinen Blechen zwei Punkte zum fixieren.
miguel hat geschrieben:
Do Mär 12, 2020 7:04 am
Man sieht also auch hier wieder, dass entscheidend ist, dass der tüffer glücklich ist und nicht dass die Lösung technisch 100% ist.
Genau das ist auch meine Information, die ich aus dieser Odyssee mitnehme. :D
miguel hat geschrieben:
Do Mär 12, 2020 7:04 am
Sitze kann man mit noch weniger Ballet richtig sauber bekommen: dampfstrahler oder hochdruckreiniger mit warmem Wasser. Draufhalten, bist da nur noch klares Wasser aus den Polstern kommt. Zur Not bremsenreiniger für die ganz harten ölflecken und dann wieder Wasser. Danach min eine Woche trocknen lassen, natürlich am besten draußen in der Sonne. :idee:
Genau auf diese Sonne warte ich auch, darum hab ich erstmal halblang mit dem Wassereinsatz gemacht. Musste anschließend im Keller bei Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad trocknen. Und war auch der Kurzfristigkeit der Aktion geschuldet. Donnerstags gekauft und direkt geholt, dann Ausbau, Reinigung, entrosten und Rostschutzfarbe, Einbau und am Mittwoch schon eingetragen.

Für die ersten Frühlingstage mit Sonne hab ich mir das aber auf jeden Fall vorgenommen! :)

Viele Grüße
hamu
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#17 Beitrag von miguel » Sa Mär 14, 2020 8:39 am

Ist ja auch ok, wenn man das noch nie gemacht hat, traut man sich eher nicht, so viel Wasser zu nehmen. Ging mir jedenfalls bis vor 4 Jahren so.
Für ne ganz schnelle Lösung hätte es doch auch eine alte Decke getan, so richtig neuwertig scheint mir die Polsterung nicht zu sein. Haben die Vorbesitzer da ne alte Lederhose draufgenagelt?
Edith sagt: da schaut ja noch das siga grün raus, eine zeitwertgerechte Reparatur :d

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#18 Beitrag von hamu » Sa Mär 14, 2020 10:39 am

Ja, unter der Dachdeckerhose (inkl. Tasche!!111einself) ist Abdichtband. Die Hose ist sogar raufgenäht.

Viele Grüße
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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#19 Beitrag von schotte » Sa Mär 14, 2020 12:37 pm

"Ausrücklager macht Geräusche"

Ich habe ebenfalls alten Transit Krankenwagen (Baujahr 1990, gejaufz mit 28.000km jetzt 56.000km)
Vorher habe ich 20 Jahre einen MK 3 (kurzer Radstand) Baujahr 1992 gefahren (hab 220.000km mit ihm gemacht).
1mal wurde Ausrücklager /Kupplungsblag gewechselt. Das Geräusch war aber später trotzdem da.
Bei beiden habe/hatte ich ein ähnliches also Geräusch allerdings war das nur im Leerlauf. Bei getretener Kupplung war das aber weg.
Hab bis jetzt nichts machen lassen.

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Re: Mobi: Vom Katastrophenschutz zum Camper (MK3 TAL 100L)

#20 Beitrag von hamu » Sa Mär 14, 2020 12:57 pm

Ach, das ist ja interessant. Hast du das jetzt bei deinem KTW auch?

Viele Grüße
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